Die Tür

#1 von Gerlinde , 06.03.2017 04:21

Da Du dich immer darüber mokiert hattest, dass selbst meine Kurzfilmdrehbücher zu lang sind, habe ich, extra für Dich, 7River, ein Kurzfilmdrehbuch mit 9 Szenen geschrieben, dabei aber weder die Akte noch die Wendungen vergessen. Über den Inhalt verrate ich nichts!


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RE: Die Tür

#2 von 7River , 06.03.2017 10:14

Ich war gespannt darauf, wo das hinführt. Die Geschichte ist ja im Stil von "X-Factor" oder Twilight Zone" gehalten. Leider ist das Ende zu schwach. Paar Dialoge waren zu erklärend. Zudem: Türen sind genormt. Da würde so eine alte Tür nicht ohne Weiteres passen. 1000Euro für eine gewöhnliche Zimmertür? Für eine Haustür vielleicht.

 
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RE: Die Tür

#3 von Gerlinde , 06.03.2017 10:23

Zitat von 7River im Beitrag #2
Ich war gespannt darauf, wo das hinführt. Die Geschichte ist ja im Stil von "X-Factor" oder Twilight Zone" gehalten. Leider ist das Ende zu schwach. Paar Dialoge waren zu erklärend. Zudem: Türen sind genormt. Da würde so eine alte Tür nicht ohne Weiteres passen. 1000Euro für eine gewöhnliche Zimmertür? Für eine Haustür vielleicht.


Ich wollte eine befriedigende Klimax mit überraschendem Ende (Petra ist eine Hexe) Das Problem ist, ich musste mich an die Vorlagen des Dreiakters halten. Zweiter Akt doppelt so lang, wie der erste Akt, und der erste Akt genauso lang, wie der dritte Akt. 2 Szenen Akt 1, 5 Szenen Akt 2, und zwei Szenen Akt 3. Die Geschichte der Tür konnte ich nicht erzählen, und das Want und Need von Bastian habe ich nur angedeutet. Aber ich sehe schon: Dieses Drehbuch war genauso mies, wie all meine anderen so genannten "Werke"!


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RE: Die Tür

#4 von 7River , 06.03.2017 10:41

Der Trödelhändler mit der Tür erinnert etwas an X-Factor, wo jemand was auf 'nem Trödelmarkt erwirbt. Da schwebt mir noch so was vor...

Wie soll ich sagen, das Petra eine Hexe ist, fand ich jetzt nicht überraschend. Ich weiß nicht, mit einer Tür verbindet man was anderes. Sie führt irgendwo hin, da hinter verbirgt sich was. Man hat halt andere Erwartungen.

Dass alle Drehbücher und Ideen mies von Dir sind, habe ich nicht gesagt.

 
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RE: Die Tür

#5 von Gerlinde , 06.03.2017 13:53

Ursprünglich wollte ich eine längere Fassung machen, etwa 50 Minuten lang, aber das hättest Du vermutlich nicht ertragen, und mich deswegen erschlagen .
In der Urfassung kauft Bastian die Tür, montiert sie, und, als er in der Nacht in den Keller will (für ne geheime "Fingerübung", wenn Du verstehst, was ich meine), führt die Tür nicht zum Flur, sondern in die Vergangenheit. Dort erfährt er etwas über ein Bild, dass die jüdischen Vorbesitzer vor den Nazis versteckten. Er findet das Bild, und gibt es den Erben zurück, trotz eigener Geldprobleme.
Soweit die Urfassung. Ich habe mich für diese Fassung entschieden, um zu sehen, ob ich auch kurze Sachen hinkriege. Ich weiß, die Türen heute kosten alle weniger, und ich habe nicht recherchiert (Asche auf mein Haupt, und Whisky in meinen Magen), aber in sich ist die Story (sehe ich mal von den Türen ab), logisch. Und vor allem, ich habe es geschafft, auch wenn die Story von mir, wie alles, obermies geschrieben ist, in drei Akten und 5 Wendepunkte unterzubringen. Das ist auch was wert!


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RE: Die Tür

#6 von 7River , 07.03.2017 08:56

Na ja, die Urfassung klingt ja ganz interessant. Das wäre aber alles in zehn Minuten nicht unterzubringen, vermute ich mal.

 
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RE: Die Tür

#7 von Gerlinde , 08.03.2017 13:41

Nee, das wäre unmöglich gewesen. Hab ne neue Version geschrieben, auch zehn Minuten lang, doch mit anderem Inhalt. Vielleicht sagt die Dir mehr zu? Es ist eine Horrorstory.


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RE: Die Tür

#8 von 7River , 09.03.2017 11:20

Die erste Fassung war viel besser. Hier sind die Dialoge viel zu erklärend und zu banal. Auch die Reaktion von Bastian und Petra als der Dämon zum ersten Mal erschien, ist eher unrealistisch. Wer sind Sie und wie sind Sie hier reingekommen? Ist ein Dämon nicht mehr eine Horrorgestalt? Zuerst fallen Äußerungen wie wer war er, dann was war es.

PS: Ein Drehbuch mit dem Titel "Ein Kind der Schande" hast Du doch schon mal gepostet. Darin war eine Frau die Protagonistin. Jetzt ein Mann?!

 
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RE: Die Tür

#9 von Gerlinde , 09.03.2017 16:02

Ich habe die zweite Version erstellt, weil in einem anderen Forum einige die erste Version mokierten. He, das ist eine fiktive Story, da ist Realität selten. Die Story muss nur in sich stimmig sein! Und das ist sie, auch, wenn ich einiges hätte besser machen können.
Zum "Kind der Schande": Diesmal ist der Protagonist ein Mann, weil ich die Geschichte anders erzählen will. Zwar nehm ich wieder als Rahmenhandlung eine Zugfahrt, aber ich erzähl die Liebesgeschichte seiner Mutter mit dem deutschen Soldaten. Das die Mutter, um ihn zu schützen, seine Herkunft verheimlichte, und, was dazu führte, dass er seinen Vater sucht? Hier schon mal die geschriebene Synopsis:

Der Franzose GUY (74) ist auf der Zugfahrt nach Berlin zu seinem Halbbruder HANS (68), und erinnert sich während der Fahrt, wie alles begann.

Guys Mutter, MIREILLE (20) lernte im Sommer 1943 in Marseille den jungen deutschen Seemann PETER (21) kennen, der sich anbot, ihr Fahrrad zu flicken, als sie von ihrer Arbeit in einem Café nach Hause fahren wollte. Beide trafen sich, und verliebten sich. Peter, der kein Nazi war, half DAVID (35) und CECILLE (38), den Besitzern des Café’s, in dem Mireille arbeitete, als er erfuhr, dass die SS alle Juden deportieren würden. Bevor Mireille ihrem Peter sagen konnte, dass sie schwanger ist, wurde Peter schon mit seinem Schiff versetzt. Als Marseille von den Alliierten befreit wird, kommt Guy am 29. August 1944 geboren.

Mireille, die sieht, wie Franzosen mit „Deutschenliebschen“ umgehen, flieht aus Marseille nach Paris, wo sie als Kellnerin arbeitet, und Guy bei ihrer Tante MADELINE (45) lässt. Madeline sagt ihr, dass niemand, auch Guy nicht, erfahren darf, wer sein Vater ist.

Guy, der viel Liebe von seiner Mutter, und seinem neuen französischen Vater erfährt, sieht in der Schule, wie die Tochter eines deutschen Soldaten und einer Französin gemobbt und geschlagen wird, und steht ihr bei, ohne zu wissen, dass ihr Schicksal auch seines hätte sein können. GUY (15) besucht mit anderen Jugendlichen ein deutsch-französisches Jugendlager, unweit des Hauses seines Vaters PETER (36). Guy verliebt sich in MARLIES (13), und eine Brieffreundschaft entsteht.

Als seine Mutter MIREILLE (83) im Jahr 2003 stirbt, erfährt GUY (59), als er den Nachlass der Mutter durchsucht, von seinem deutschen Vater Peter. Er will ihn kennenlernen, und fährt mit seiner Ehefrau JAQUELINE (55), und Tochter BEBÈ (30) nach Deutschland zur alten Adresse, findet dort aber nichts. 

Die Jahre streichen ins Land. Es ist das Jahr 2014. Jaqueline ist gestorben, BEBÈ fürt mit ihrer Familie ihr eigenes Leben, und GUY (70) fühlt sich allein. Da erinnert er sich seines deutschen Vaters Peter, und hofft, ihn zu finden. Im Internet findet er die Seite von „Herzen ohne Grenzen“, und geht zu deren Treffen. Er erfährt, dass man auch nach all den Jahren den Vater wiederfinden kann, und, wenn der verstorben ist, deren Angehörige.

Guy fährt nach Berlin zur Wehrmachtauskunftsstelle in Reinickendorf, und findet dort die Französin MARIE (55), die ihm hilft. Er erfährt, dass sein Vater seit 1999 tot ist, aber zwei Kinder, HANS (65) und MARLIES (68) hat, und, dass das seine Brieffreundin Marlies aus Jugendtagen ist.



Als GUY (74) in Berlin ankommt, wird er von MARLIES (72) und Hans umarmt.


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RE: Die Tür

#10 von Gerlinde , 13.03.2017 09:59

Ich habe mich nun doch noch entschlossen, das Exposé von eben nicht zu Ende zu schreiben. Dafür müsste ich zu viel recherchieren, und auch mein Aufbau hinkt hinten und vorne. Jetzt arbeite ich an einer Idee, in der es um eine Rentnerin geht, die von einem Bankmenschen beschissen wird, und die sich rächt. Mal sehen, ob das was Besseres wird!


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RE: Die Tür

#11 von 7River , 13.03.2017 15:36

Ein Spielfilmdrehbuch mit diesem Thema ist sicherlich nicht einfach.

Rentnerin und ein Bankmensch? Klingt ganz interessant.

 
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RE: Die Tür

#12 von Gerlinde , 14.03.2017 03:33

Inspiriert wurde ich dazu durch einen alten Autorenfilm, "Lina Braake"


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