Prota von Die Tote hinter der Lesbenbar

#1 von Gerlinde , 13.08.2016 21:19

Ich schreibe parallel zu einem anderen Drehbuch noch an den Charakteren eine Krimis. Hier die Protagonistin:

Karin Feldmann
Offen lebende lesbische Kriminalbeamtin mit Faible für maskuline Frauen und italienisches Essen. Eine Frau, die mit ihrer eigenen Vergangenheit in einer Sekte konfrontiert wird, und erkennen muss, dass manche Wunden viel zu tief sitzen.

Voller Name: Karin Feldmann

Geschlecht: weiblich
Alter: 35
Aussehen: Sehr feminin,
Beziehungsstatus: Single, getrennt von maskuliner Geliebten mit Namen Jaqueline "Jack" Kunkel.

Sozialer Status: anerkannt, offen lebende Lesbe

Beruf: Kriminalkommissarin

Hobbys: Wing Tsun, Kultur (Theater, Museen)

Biografisches: Karin Feldmann wurde am 20. Oktober 84 als einziges Kind des Polizeibeamten Horst Feldmann, und seiner Frau Victoria, geborene Pauli, in Köln geboren.
Karin wuchs, weil ihre Eltern Mormonen waren, in dieser Sekte auf, und wurde dort mit acht Jahren getauft. Als Karin sechs Jahre alt war, verstarb ihre Mutter an Krebs, weil ihr gläubiger Vater sich weigerte, sie ins Krankenhaus zu geben. Stattdessen vertraute er auf den "Segen des Priestertums", den er seiner Frau gab.
Karin, die ihrem Vater gefallen wollte, verhielt sich, entgegen mormonischem Verhaltenskodex für Mädchen, eher wie ein Junge, spielte Fußball, raufte sich mit Jungen, weswegen der Vater oft zur Schule gerufen wurde. Ihre Kindheit wurde von ihrem liebevollen, aber strengen Vater geprägt, weniger von ihrer Mutter.
In der Pubertät verändert sich der Stil von Karin. Sie wird damenhafter und schminkt sich, sehr zur Freude ihres Vaters, der versucht, sie mit mormonischen Jungen zu verkuppeln, als sie 16 Jahre alt ist.
Kurz vor ihrem Abitur kommt eine neue Schülerin ins Gymnasium. Sie sieht maskulin aus, und wird als "Lesbe" beschimpft. Karin freundet sich mit dieser jungen Frau, Samantha "Sam" Kluge, an, und beide verlieben sich ineinander. Als beide in Karins Zimmer Zärtlichkeiten austauschen, erwischt sie ihr Vater, Horst Feldmann, dabei.
Karin wird deswegen aus der Kirche ausgeschlossen, und ihr Vater bringt 2001 sie zu seiner nichtreligiösen Schwester Frauke Ludwig, die 2008 bei einem Autounfall sterben wird. Ihr Vater verweigerte jeden Kontakt zu ihr.
Nach bestandenem Abitur wird sie Polizeibeamtin. Zuerst uniformiert, dann arbeitet sie sich hoch, bis sie Kriminalkommissarin wird. Sie hat verschiedene Affären mit Frauen, aber die "große Liebe", an die Karin nicht glaubt, war nicht dabei. Ein Jahr, bevor die Geschichte beginnt, wurde sie in das Kommissariat 5 versetzt, in dem es um Delikte am Menschen geht. Hier lernt sie Bodo Mundt kennen, der, obwohl verheiratet, sie anbaggert. Sie outet sich.

Credo: Man bezahlt immer für seine Sünden

Stärke: Karin kann Informationen speichern, und auf "Knopfdruck" ausgeben.

Charakterschwäche: Misstrauisch und pessimistisch.

Wunde: Die Trennung von ihrem Vater, weil der wegen ihrer Homosexualität nichts von ihr wissen will.

Größte Angst: Zu sterben, ohne sich mit dem Vater versöhnt zu haben.

Eigenheiten:Liebt maskuline Frauen, liebt Schokolade in jeder Form.

Selbstbild: Ich arbeite gründlich, also bin ich gut in meinem Job.

Fremdbild: Eine Frau, mit der man Pferde stehen kann.

Backstory: Karin wird zu einem Tatort hinter einer Lesbenbar gerufen.

Dramat. Funktion: Protagonistin

Figurentyp: weder Held noch Antiheld

Want: Sie will den Mörder von Sylvia Klein fassen.

Motivation: Ihr Vater ist Mormone, sie will es den Mormonen und ihrem Vater
heimzahlen (Rache).

Need: Das ihr Vater sie so liebt und annimmt, wie sie ist.

Konflikt: Ihr Vater, Horst Feldmann, torpediert die Ermittlungen. Er will nicht wahrhaben, was seine Tochter über seinen besten Freund, Georg Klein, herausgefunden hat.

Fallhöhe: tief, da sie nichts zu verlieren hat.

Entwicklung: Von der rachsüchtigen Tochter zur Tochter voller Mitleid, und der Erkenntnis, dass man für all seine Sünden bezahlen muss.


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RE: Prota von Die Tote hinter der Lesbenbar

#2 von 7River , 13.08.2016 22:38

Warum nicht "Die Tote im Hinterhof", oder "Die Tote in der Seitenstraße"? Es ist natürlich von Vorteil, wenn man die Charaktere in der Filmgeschichte gut kennt.

 
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RE: Prota von Die Tote hinter der Lesbenbar

#3 von Gerlinde , 14.08.2016 09:00

Zitat von 7River im Beitrag #2
Warum nicht "Die Tote im Hinterhof", oder "Die Tote in der Seitenstraße"?


Ganz einfach! Weil das Opfer eine Lesbe ist, und ihr Tod in indirektem Zusammenhang mit ihrem Lesbischsein steht. Und eine Verdächtige (ihre Ex, eine Psychologin) aus dem Lokal kommt, wo sie das spätere Opfer sieht. Zudem spielt eine Nebenhandlung (die Liebesgeschichte der Kommissarin mit der Tatverdächtigen) teilweise in dem Lesbenlokal "Stonewall Inn". Kleiner Tipp: Das Offensichtliche ist nicht immer unbedingt das Naheliegendste.


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RE: Prota von Die Tote hinter der Lesbenbar

#4 von 7River , 14.08.2016 11:55

Dass es da um ein Lesbenopfer geht, war mir schon klar. Es ist nur so, dass viele Deiner Drehbücher Titel hatten, die schon vieles vorwegnahmen.

 
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RE: Prota von Die Tote hinter der Lesbenbar

#5 von Gerlinde , 15.08.2016 02:05

Zitat von 7River im Beitrag #4
Dass es da um ein Lesbenopfer geht, war mir schon klar. Es ist nur so, dass viele Deiner Drehbücher Titel hatten, die schon vieles vorwegnahmen.


Der Titel sagt nur etwas über den Fundort aus, nicht über das Motiv. Ich kann es Dir ja verraten. In der Geschichte geht es in erster Linie um Kindesmissbrauch, dann, den "Schutz" der Familie, den Schutz einer Religion, und ein angespanntes Vater-Tochter Verhältnis.


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