Ein blockierendes Gefühl

#1 von Phoenix_Writer , 05.08.2018 09:40

Zu allererst: Ich bin wieder da! :-) Ich hab’ allerdings ein Problem. (Die ganzen anderen Ideen hab’ ich erstmal auf Eis gelegt.) Momentan arbeite ich an einer Monster-of-the-Week-Webserie á la Akte X. Nun. Das doofe ist: Ich habe immer das Gefühl, dass meine Folgenideen dumm oder »geklaut« sind. – Dabei weiß ich nur 1% der Autoren schaffen Neuland-Ideen. Wie kann ich ein Drag ’n’ Drop machen und dieses Gefühl in meinen gedanklichen Papierkorb schmeißen? :-S

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RE: Ein blockierendes Gefühl

#2 von Gerlinde , 05.08.2018 15:05

Die Grundideen von Geschichten sind immer die selben: Junge trifft Mädchen, Junge verliebt sich in Mädchen, beide trennen sich wegen eines Streits oder Missverständnis, und am Ende kommen sie wieder zusammen. Das, was neu an einer Geschichte sein soll, ist das, was unerwartet ist. Du arbeitest an einer "Monster of the week" Webserie? Ich nehme mal an, dass die Monster die Bösen sind. Was wäre aber, wenn die Monster die Guten, und die Menschen die Bösen wären? Oder, wenn die Monster differenziert beschrieben werden (z.B. als jemand, der durch einen Unfall zum Monster wurde, und eigentlich das Gute will, aber wegen der Vorurteile der Menschen nur das Böse erreicht)?
Auf die Idee für meine Hexenserie kam ich, als ich alte Folgen von "Charmed" und "Verliebt in eine Hexe" sah. Und, ich wollte es aus dem Blickwinkel des Mannes erzählen.


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RE: Ein blockierendes Gefühl

#3 von Phoenix_Writer , 05.08.2018 15:16

@Gerlinde In Akte X ist ja die grobe Story, dass jede Folge ein Monster auftaucht. Scully und Mulder müssen dahinter die Wahrheit herrausfinden oder das Monster bekämpfen. Und die grobe »Staffelstory« ist eine Verschwörung innerhalb der U.S.-Regierung. Da haben wir das Problem! Wenn ich nur Monster und Figuren habe, dann ist es keine Serie, sondern so etwas wie Black Mirror. Allerdings habe ich dieses Gefühl nicht nur bei diesem Projekt. Ich hab’ mir vor genommen ein Jugendbuch zu schreiben. Das Doofe ist da nur, dass ich zu ähnliche Ideen zu den Evergreens wie Harry Potter oder Chroniken der Unterwelt habe. Hilfe! :-S

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RE: Ein blockierendes Gefühl

#4 von Gerlinde , 06.08.2018 00:45

Warum muss es unbedingt Fantasy oder Sci-Fi sein? Fang doch mit einer kleinen alltäglichen, aber besonderen Geschichte an?! Nimm ein Erlebnis aus Deinem Umfeld, und bearbeite es. Ein Beispiel: Jemand hat sich beim Unfall ein Bein gebrochen, liegt zu Hause. ihm ist langweilig, und er liest eine Geschichte. In seinen Träumen wird die Geschichte real, und er steckt mitten drin. Er kann nicht mher zwischen Realität und Fiktion unterscheiden, und es passiert etwas. Ausgangssituation ist der Beinbruch. Bearbeitung alles, was danach geschieht.


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RE: Ein blockierendes Gefühl

#5 von Phoenix_Writer , 06.08.2018 07:45

@Gerlinde Ganz einfach: Ich liebe Science Fiction und Fantasy!

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RE: Ein blockierendes Gefühl

#6 von Gerlinde , 06.08.2018 15:08

Ich liebe Screwballkomödien, trotzdem weiß ich, dass ich nie eine schreiben könnte, weil mir das Rüstzeug dazu fehlt.


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RE: Ein blockierendes Gefühl

#7 von Phoenix_Writer , 06.08.2018 16:01

@Gerlinde Ich hab' auch seit gestern Abend eine Idee, die mich nicht mehr los lässt. Es ist eine Serie á la NCIS & co. Die lässt mich nicht mehr los! Ich hab sowohl 'n Titel (Blue & Red) als auch ein paar Episodenideen. ...

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RE: Ein blockierendes Gefühl

#8 von Gerlinde , 06.08.2018 20:32

Schreib die Idee auf, formuliere einen Plot für die Serie (was in jeder Folge ein durchgehendes Thema ist), und einen Plot für einzelne Folgen, sowie die dazu passenden Figuren. Denk an Gegensätze (Ordnungsfanatiker versus Schlamperl), die trotzdem harmonieren. Wie Abby und Antony Dinoso)


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RE: Ein blockierendes Gefühl

#9 von Phoenix_Writer , 06.08.2018 20:53

@Gerlinde Welchen großen Plot hat NCIS?

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RE: Ein blockierendes Gefühl

#10 von Gerlinde , 07.08.2018 10:11

Es gibt in jeder Folge eine abgeschlossene Episode, aber manchmal auch einen Cliffhanger auf die nächste Episode, so das zwischen beiden ein Zusammenhang besteht, aber das meinte ich nicht. Ein Plot ist immer figurenbezogen, muss nicht in jeder Folge auftreten. Denk mal an Castle, wo der durchgehende Plot der ersten Staffel die Suche nach dem Mörder der Mutter der Polizistin war, und Castle versuchte, die Spur aufzunehmen. In einer Staffel von NCIS war die Figur der israelischen Agentin, und ihr Vaterkonflikt durchgehend behandelt worden. In meiner Lieblingsserie Alles Klara ist die durchgehende Handlung, dass ihre Schwester sie dauernd verkuppeln will.
Du siehst, eine durchgehende Handlung muss nicht in jeder Folge auftreten, ist aber ein verbindendes Element, dass am Ende der Staffel zur Auflösung kommt.


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RE: Ein blockierendes Gefühl

#11 von Phoenix_Writer , 07.08.2018 10:32

Also. Ein großes Thema. Aber dieses Mörder-suchen ist ausgelutscht. Siehe Monk oder eben Castle.

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RE: Ein blockierendes Gefühl

#12 von Gerlinde , 07.08.2018 13:54

Kommt immer drauf an, wie man die Mördersuche verpackt. Denke an Richard Kimble, in Auf der Flucht", oder an "Cold Case". Aber es muss ja keine Mördersuche sein! Nimm doch das Verhältnis von zwei Protagonisten. Vater/Sohn, Mutter/Tochter, Mutter/Sohn, Mann/Frau, Eltern/Kind, Vorgesetzter/Untergebener. Da ist genug Stoff drin. Zum Beispiel ist das durchgehende Thema bei meiner Hexenserie zum einem das Verhältnis Schwiegermutter/Schwiegersohn, und zum anderen die Versuche des Nachbarn, die Hexe zu töten (und wie es verhindert wird).


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RE: Ein blockierendes Gefühl

#13 von Phoenix_Writer , 07.08.2018 14:36

@Gerlinde Das wird dann noch dauern. Mir gefällt jedes 08/15 nicht so schnell.

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RE: Ein blockierendes Gefühl

#14 von Gerlinde , 07.08.2018 22:40

Versteh schon! Du willst das Besondere, dass Außergewöhnliche schaffen, etwas, was noch nie da war! Das problem ist nur, dass jedes Genre, jede Story, ihre eigenen Regeln hat. Und, dass Geschichten auf die eine oder andere Art schon hundertmal erzählt wurden. Die Kunst ist, trotzdem etwas Neues in altbekannte Geschichten zu bringen.
Ein Beispiel: Vor Columbo waren die klassischen Krimis die, worin es darum ging, nach dem Täter zu suchen. Columbo zeigt den Täter und seine tat zu Beginn, und es geht darum, wie Columbo den Täter überführt. Das war das Neue!
Bei NCIS geht es darum, den Täter zu finden (also klassisch). Warum nicht eine Tätersuche, wo der Täter Teil des Teams ist, was erst am Ende der Staffel herauskommt? Übrigens, ein deutsches Pendant zur NCIS gibt es nicht, aber die NCIS hat in Stuttgart eine Außenstelle. Dort könnte z.B. die Handlung spielen.


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RE: Ein blockierendes Gefühl

#15 von Phoenix_Writer , 08.08.2018 06:18

@Gerlinde Ich hatte an Hawaii gedacht. Und wie wär's damit, dass die Art der Täter anders ist. Ich hatte an einer Folge gedacht, wo ein Mörder ein Edelstein-Fluch als Tarnung benutzt allerdings am Ende selber von diesem Fluch stirbt.

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