Das Versprechen

#1 von Gerlinde , 18.05.2018 16:58

Mein Versuch, ein Drehbuch zu schreiben, dass nur drei Minuten lang ist, und trotzdem drei Wendepunkte hat. Glaub, es ist mir nicht gelungen. Zu viel erklärende Dialoge (besser Monologe vor allem.


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RE: Das Versprechen

#2 von 7River , 19.05.2018 14:02

Der Georg muss schon naiv und dumm sein. Ein freundschaftlicher Kuss ist doch was ganz anderes. Sollte man unterscheiden können.

Irgendwie erinnert mich das Drehbuch hier dran: https://www.slashcam.de/forum/viewtopic.php?f=33&t=136410

Der Film funktioniert aber besser. Muss ich leider sagen, Gerlinde.

 
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RE: Das Versprechen

#3 von Gerlinde , 20.05.2018 02:31

Der Film "Das erste Mal" war ein Horrorfilm. Das hier war die Studie über einen krankhaft eifersüchtigen Menschen, der glaubt, seine Freundin würde ihn betrügen, weil sie ihn verlassen will. Dabei wollte sie ihn wegen seiner krankhaften Eifersucht verlassen. Als er seinen Irrtum erkennt (als Stefanie auftaucht), sah er keinen anderen Ausweg, als zuerst sie, und dann sich zu töten.
Wenn Du dich mit Beziehungstaten (die meisten davon von Männern begangen) beschäftigt hättest, wüsstest Du, dass die Angst, verlassen oder/und betrogen zu werden, für Männer die häufigste Ursache ist, gewalttätig zu werden. Übrigens ist das Drehbuch eine Abwandlung von "The Promise", dass ich geschrieben hatte, nur, dass dort keine Stefanie, sondern die Cops auftauchten.
Menschliche Verhaltensstudien sind übrigens etwas, was mich sehr interessiert. Darum arbeite ich gerade an einem Drehbuch, dessen Thema die Zeugen Jehovas sind, und deren Verdrängungsmechanismen.


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RE: Das Versprechen

#4 von 7River , 20.05.2018 17:20

Wenn es um einen zutiefst misstrauischen Menschen geht, müssten ihm am Schluss auch die Augen geöffnet werden - und zwar so, dass er aus allen Wolken fällt. Ob das ohne Rückblenden funktioniert, weiß ich nicht. Dass er sich am Ende einfach ein Messer in den Bauch rammt, passt nicht so wirklich, finde ich.

 
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RE: Das Versprechen

#5 von Gerlinde , 21.05.2018 04:04

Das Problem bei beiden Drehbüchern war, dass es zum einen kurz sein musste, und zum anderen mit wenigen Mitteln verfilmt werden kann. Am Ende erkannte er ja seinen Irrtum. Das er so viel Wert auf die Einhaltung des Versprechens gelegt hat, liegt daran, dass, wie Untersuchungen von Tötungen verlassener Ehepartner gezeigt haben, diese Männer glauben, dass alles in Ordnung ist, obwohl die Frau sich längst innerlich von ihm (emotional) getrennt hat, meist wegen Eifersucht, Gewalttätigkeit oder mangelnder Zuwendung, und diese Männer aus allen Wolken fallen, wenn "IHRE" Frauen sich von ihnen trennen. Der Want des Protagonisten war sein Besitzanspruch, das need war, dass er nicht verlassen werden wollte. Das klassische Motiv also für so eine Tat. Das war meine Intention, die ich vielleicht nicht richtig rüber gebracht habe? Bin halt mies im Schreiben, aber das weißt Du ja


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RE: Das Versprechen

#6 von 7River , 21.05.2018 10:29

Sich einfach so mit einem Messer selbst zu töten, ist erstens nicht so einfach. Auch die Schnitte an den Handgelenken zu setzen. Das hat man anhand von Suiziden festgestellt.

Deshalb mein Einwand.

 
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RE: Das Versprechen

#7 von Gerlinde , 21.05.2018 12:10

Das Problem ist nicht die Tat an sich, denn, wenn man genau zielt, und das Messer scharf ist, geht es; das Problem ist die Überwindung, es zu tun. Japaner und Russen hatten während des zweiten Weltkriegs genug Erfahrung damit gesammelt. Übrigens, mein "Zeugen Jehovas Projekt hab ich aufgegeben. Arbeite momentan an einer Serie. Näheres dazu, wenn ich hoffentlich fertig damit bin.


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RE: Das Versprechen

#8 von 7River , 22.05.2018 17:44

Eine Serie? Worüber?

Deine letzte Webserie war gut, auch wenn Du was anderes gesagt hast. Gerade von Sachen, von denen man Ahnung hat oder was einem bewegt, darüber sollte man schreiben.

 
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RE: Das Versprechen

#9 von Gerlinde , 23.05.2018 03:43

Ich dachte, ich versuche mich mal in... Zeitreisen.
Der Plot:
Eine junge Waise, die gezwungen ist, bei Onkel und Tante zu leben, die sie als Ballast sehen, aber in der eigenen Gaststätte ausbeuten wollen, flüchtet sich in Geschichtsbücher, weil ihre Mutter Geschichtslehrerin war, und sie sich ihr so nahe fühlt. Als sie wieder einmal zus Strafe in den Schuppen gesperrt wird, wo sie als einzigen Kontakt neugierige Ratten hat, stürzt durch das Dach eine Zeitreisende hinein, weil ihr Gerät, "Chronie" (von Chronometer) einen Systemfehler hatte, und sie ins falsche Jahrhundert gelangte. Sie repariert Chronie, und, bevor sie ihn anmachen will, kommt das junge Mädchen versehentlich an den Auslöseknopf, und beide landen im Mittelalter, wo Chronie rot aufleuchtet. Die Zeitreisende erklärt ihr, dass hier etwas schief läuft, was sie gerade biegen soll. Das tun sie, müssen aber fliehen, und landen im Paris der deutschen Besatzung (Cliffhanger für die nächste Folge).
So die Idee, aber, ob daraus was Vernünftiges wird, wage ich zu bezweifeln. Versuchen möchte ich es jedenfalls!


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RE: Das Versprechen

#10 von 7River , 23.05.2018 16:20

Erinnert etwas an „Harry Potter“, jedenfalls der Anfang.

 
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RE: Das Versprechen

#11 von Gerlinde , 24.05.2018 03:13

Harry Potter? Als ich die Idee hatte, dachte ich eher an eine Serie aus den Achtzigern:

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Zeitreisenden

Daraus die zweite Folge (weil die erste Folge für Deutschland gesperrt ist:



Meine Serie soll ganz anders sein. Es soll sich am Ende herausstellen, dass beide miteinander verwandt sind, und die Zeitreisende, die selbst eine Waise war, adoptiert das Kind. Zudem soll am Ende immer ein Cliffhanger sein, und ein Feind auftauchen (ab Folge 2), der durch die Zeit reist, und aus Hass gegen das Ministerium, die Zeitreisenden zu torpedieren versucht.


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RE: Das Versprechen

#12 von 7River , 24.05.2018 19:52

Ich meinte nur den Anfang mit dem Waisenkind und Tante und Onkel. Das erinnert etwas daran. Aber lass‘ Dich von mir nicht aufhalten, Gerlinde.


 
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zuletzt bearbeitet 24.05.2018 | Top

RE: Das Versprechen

#13 von Gerlinde , 26.05.2018 02:05

Viele Geschichten starten mit einem Helden, oder einer Heldin, die Waisen oder Halbwaisen sind, meist, um zu verdeutlichen, dass nichts sie hält, um zu einem Abenteuer aufzubrechen. Das war bei Harry Potter so, das ist auch bei meiner Serie so. Die Heldin hat Sehnsucht nach den verstorbenen Eltern, aber nicht nach den lebenden Verwandten. Bei Harry Potter gab es an Ende so etwas wie eine Versöhnung zwischen seinem Cousin Dudley und Harry, aber, da meine Heldin keine Cousins in der Familie von Onkel und Tante hat, erübrigt sich das ja wohl bei mir.


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