Projekte endlich umsetzten. Aber wie?

#1 von Phoenix_Writer , 25.03.2018 16:45

Hallo Community,

Ich habe ein Problem: In sich-selbst-motivieren – oder besser gesagt etwas durchzuziehen bin ich eine Niete.
Ich bekomme immer neue Ideen. Zum Beispiel die Superhelden-Idee. Davor (1 -2 Jahre) hatte ich so eine Fantasy á la Charmed meets WITs Academy. Die ist bei mir in letzter Zeit wieder hochgekommen. Und es heißt ja: Eine gute Idee frisst sich wie eine Mader in dein Gehirn.
Also. Was sind eure besten Tipps um das erste Projekt umzusetzen bzw. den inneren Schweinehund überwinden.

Bye,
Phoenix_Writer

P.S.: Diese Tipps wären auch so gut. Ich mache nächstes Jahr höchstwahrscheinlich Abi.

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RE: Projekte endlich umsetzten. Aber wie?

#2 von Gerlinde , 26.03.2018 03:48

Ideen hat man viele, aber die Frage ist, welche der Ideen auch funktioniert? Darum ist es, zumindest für mich, wichtig, bevor ich die erste Drehbuchseite schreibe, mir Gedanken um Handlung (Plot) und Figuren zu machen.
Ein Beispiel:
Vor Jahren hatte ich einmal die Idee zu einem Drehbuch über drei Freunde, die sich seit der Schulzeit kennen, und jeder eigene Probleme hat, aber vor den Freunden so tut, als sei alles paletti. Erst, als sie miteinander reden, wird jedem einzelnen der Freunde klar, was zu tun ist, und sie treffen Entscheidungen, die zwei von ihnen helfen, und den Dritten traurig zurücklassen, weil jemand, dem einer der drei Freunde wichtig war, aber der mit einem Fakt nicht umgehen konnte, Selbstmord beging.
Zunächst einmal erfand ich den Plot, indem ich Anfang, Mitte und Ende auf schrieb. Dann überlegte ich, welche Figurentypen dazu passen (Protagonisten, Antagonisten, und alles andere). Nachdem ich das hatte, schrieb ich ein Exposé, indem eine Logline (Handlung des Hauptstrangs in ein bis drei Sätzen), eine Synopsis (Handlung des Hauptstranges mit Want und Need der der Hauptfigur, möglichst auf einer Seite geschrieben. Nebenhandlungen werden darin nur soweit erwähnt, wie sie den Hauptstrang tangieren), sowie eine Kurzbeschreibung der Figuren, und eine in Steps erzählte Handlung (die man später im Treatment in Szenen weiter ausformulieren kann).
Das dauert mitunter Wochen oder Monate. Aber sie bilden das Gerüst, auf dem ich aufbaue. Das Schwerste, so finde ich, ist, mit der Arbeit zu beginnen. Aber wenn ich das Exposé geschrieben habe, sehe ich, ob eine Idee funktioniert oder nicht. Wenn sie funktioniert, mache ich weiter, wenn nicht, wende ich mich einem anderem Projekt zu.


I am, what I am, and what I am, need no excuses.

 
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